Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten Logo
Anfrage

Social Media und B2B passen schlecht zusammen. Die Positionierung funktioniert bisher kaum. Für die Interessen eines Unternehmens wird Social Media bisher nur für zwei Dinge erfolgreich eingesetzt: Produktplatzierung, meist für Impulskäufe, und die Darstellung als attraktiver Arbeitgeber. Beides zähle ich zum B2C-Bereich.

Zwar höre ich immer wieder, dass B2B in Social Media die nächste grosse Sache werden wird, aber einen Beleg dafür finde ich nicht.

Vielleicht hängt das mit den beiden stärksten Anreizen von Social Media zusammen: (1) sofortige Bedürfnisbefriedigung und (2) unendliche Ablenkung. Ersteres manifestiert sich in «Likes» als neuer Währung. Letzteres manifestiert sich im Suchtpotenzial unendlicher Scrolls.

Beides passt nicht zu B2B. Lieferanten werden nicht für sofortige Bedürfnisbefriedigung gewählt, sondern bewusst und abwägend, und permanente Ablenkung ist kein gutes Umfeld für Abwägung.

Wenn Social Media und B2B nicht zusammenpassen, dann bleibt für Unternehmen Social Media nur als erweiterte Visitenkarte und als Leinwand für Auftritt, Angebot und Reputation interessant. Das ist noch kein B2B, aber immerhin eine kleine Unterstützung für den Verkauf.

Gute Kommunikationsberatung berücksichtigt die Möglichkeiten und die Grenzen der verschiedenen Kanäle.

Mehr dazu auf meinem LinkedIn-Account: linkedin.com/in/dr-thilo-goodall-rathert-6b975012b