Letzte Woche hatte ich argumentiert, dass B2B und Social Media nicht recht zusammenpassen.
Die beiden stärksten Anreize von Social Media sind (1) sofortige Bedürfnisbefriedigung und (2) unendliche Ablenkung. Ersteres manifestiert sich in «Likes» als neuer Währung, Letzteres im Suchtpotenzial unendlicher Scrolls.
Social Media und B2B passen daher nicht recht zusammen. B2B fordert bewusste und abwägende Entscheidungen, nicht sofortige Bedürfnisbefriedigung. Ausserdem stört permanente Ablenkung dabei nur. Daher bleibt meiner Meinung nach Social Media für Unternehmen vorerst nur als erweiterte Visitenkarte und Leinwand für Auftritt, Angebot und Reputation interessant.
Rob Flaherty nannte in der New York Times vom 28.04.2025 die Schritte, die (auch) ein Unternehmen gehen kann, um seine Ziele zu erreichen:
1. Identifiziere die Social Media Gruppen, bei denen du denkst, dass du für sie von Interesse sein könntest!
2. Finde heraus, welche Botschaften allgemein in diesen Gruppen Anklang finden!
3. Schenke ihnen Aufmerksamkeit – und erhalte Aufmerksamkeit!
4. Erkenne, welche deiner Botschaften Resonanz finden werden!
5. Tue offline, was Resonanz erzeugt – und teile es online!
6. Emotionen wecken Aufmerksamkeit. Mach es spürbar, mach es persönlich, mach es unterhaltsam.
7. Nutze die Aufmerksamkeit, um die Gruppe in deinem Sinne zu beeinflussen.
Social Media und B2B können so vielleicht in Einklang gebracht werden. Es klingt vielleicht ungewohnt, aber auch nach einem Plan.
Der komplette Beitrag ist in meinem LinkedIn-Post zu finden: linkedin.com/in/dr-thilo-goodall-rathert-6b975012b
Gute Kommunikationsberatung hilft bei Ungewohntem.
